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E-Mail: freiwilligendienste@drk-kv-unna.de
Öffnungszeiten
Mo. - Fr. 08:00 - 16:30 Uhr
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Woher stammt eigentlich das Rote Kreuz? Wer war Henry Dunant? Und welche Bedeutung haben die sieben Grundsätze der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung?
Diesen Fragen gingen in diesem Jahr zwei Seminargruppen unseres Freiwilligendienstes bei einer besonderen Bildungsreise nach Italien nach.
Untergebracht waren die Freiwilligen auf einem Campingplatz in Peschiera del Garda am Gardasee. Von dort aus begaben sie sich auf die Spuren der Rotkreuzgeschichte und erhielten die Gelegenheit, die Entstehung und die Werte unserer Bewegung an ihren historischen Ursprungsorten kennenzulernen.
Ein Höhepunkt des Seminars war der Besuch des Internationalen Rotkreuz-Museums in Castiglione delle Stiviere. Während einer Führung erfuhren die Teilnehmenden mehr über die Schlacht von Solferino, die Entstehung der Rotkreuzbewegung und die Entwicklung ihrer sieben Grundsätze. Zu den historischen Ausstellungsstücken gehörte auch Henry Dunants 1862 erschienenes Buch „Eine Erinnerung an Solferino“, in dem er seine Erlebnisse nach der Schlacht schilderte und die Idee einer neutralen, freiwilligen Hilfe für Verwundete formulierte.
Natürlich durfte auch ein Besuch in Solferino selbst nicht fehlen. Dort besichtigten die Gruppen unter anderem die Statue Henry Dunants in der Via Ossario, den historischen Aussichtsturm Rocca di Solferino sowie die Gedenkstätte Ossario di Solferino.
Den bewegenden Abschluss bildete die Teilnahme an der Fiaccolata 2026. Der traditionelle Fackelzug führt von Solferino nach Castiglione delle Stiviere und erinnert an die Ursprünge der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Jedes Jahr kommen hierfür Menschen aus zahlreichen Ländern zusammen, um gemeinsam ein Zeichen für Menschlichkeit, Frieden und grenzüberschreitende Solidarität zu setzen.
Neben den historischen und inhaltlichen Eindrücken konnten die Freiwilligen während der Reise auch ihre Selbstständigkeit und ihre Zusammenarbeit stärken. In Kleingruppen wurden Mahlzeiten geplant, Einkäufe organisiert und gemeinsam gekocht. Auch die Orientierung in einem fremden Land und die Kommunikation über sprachliche Grenzen hinweg gehörten zu den wertvollen Erfahrungen dieser besonderen Seminarwoche.
Wir bedanken uns herzlich bei den Kolleginnen und Kollegen der verschiedenen italienischen Rotkreuzgesellschaften für die Organisation der Fiaccolata und den herzlichen Empfang. Ebenso danken wir den vielen Teilnehmenden anderer Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften aus aller Welt für die bereichernden Gespräche und Begegnungen.
Ein besonderer Dank gilt unseren Freiwilligen, die diese Seminarfahrt mit ihrer Offenheit, ihrem Interesse und ihrer Gemeinschaft zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben. Wir hoffen, auch zukünftig wieder gemeinsam zu den Ursprüngen unserer Bewegung reisen zu können.